|
|
|
sigurd
Administrator
Dabei seit: 16.08.2008
Beiträge: 1570
Level: 37 [?]
HP: 1032 / 1032
MP: 753 / 753
Exp: 88%
 |
|
Hallo liebe Gotin , tut mir Leid dass ich mich jetzt erst melde , war in Adventon beim Lagern.
Das Herkunftsland der Sarmaten oder Sauromaten war der Iran ( Berichte über sie gibt es erstmals 513 v.Chr.) - Sie siedelten zwischen dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. im südrussischen und ukrainischen Steppengebiet, das von den Griechen und später von den Römern als "Sarmatien" bezeichnet wurde. Hier verdrängten bzw. ersetzten die Sarmaten ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. die Skythen, was zahlreiche Grabfunde beweisen. Die Sprache der Sarmaten gehört zur nordost-iranischen bzw. mitteliranischen Gruppe der indoeuropäischen Sprachfamilie und lebt noch heute bei der Volksgruppe der Osseten im Kaukasus weiter. Ab 370 n. Chr. zerfiel das lockere Bündnis der sarmatischen Teilstämme beim Vordringen der Hunnen aus dem Osten und der dadurch ausgelösten Völkerwanderung nach Westen.
Der sowjetische Historiker Boris D. Grekov definierte 1947 anhand von Kurgan-Gräberfunden eine einheitliche Kultur von Steppen-Nomaden, die sich vom Schwarzen Meer bis östlich der Wolga erstreckte, mit den Hauptfundstätten in den Ortschaften Kardaielova und Chernaya am Ural-Fluss. Grekovs Zeiteinteilung stimmt mit den meisten antiken Quellen überein und gilt heute noch als Orientierung:
1. Sauromaten (6. bis 5. Jahrhundert v. Chr.)
2. Frühe Sarmaten (4. bis 2. Jahrhundert v. Chr.)
3. Mittlere Sarmaten (spätes 2. Jahrhundert v. Chr. bis spätes 2. Jahrhundert n. Chr.)
4. Späte Sarmaten (spätes 2. bis 4. Jahrhundert n. Chr.)
Antike Schriften benutzen die Bezeichnungen "Sauromaten" und "Sarmaten" in unterschiedlicher Weise: zum Teil ist dasselbe Volk gemeint (griechischer / lateinischer Name), zum Teil werden damit zwei Volksgruppen unterschieden, wobei die eine der anderen nachfolgen soll. Als glaubhaft gilt heute, dass Sauromaten Vorfahren der Sarmaten waren, vielleicht ihr eigener früherer Name.
Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet, dass die Sauromaten den benachbarten Skythen um 513 v. Chr. gegen die angreifenden Perser unter Darius I. beistanden. Zu diesem Zeitpunkt war das Verhältnis zwischen den beiden Volksgruppen offenbar friedlich.
Die Sauromaten-Kultur wandelte sich im Verlauf des 4. Jahrhunderts v. Chr.. Wahrscheinlich wurde das Weideland für die Steppen-Nomaden knapp, als neue Gruppen vom Ural-Gebirge und aus der Taiga zu den Sauromaten stießen, unter ihnen die Massageten, die wiederum mit den Saken verbündet waren. Durch gesellschaftliche Veränderungen sowie Abwanderung formierten sich nun die Sarmaten. Am Fluss Ilek im Südural wurden in Kurgan-Hügeln reich ausgestattete Gräber gefunden, offensichtlich für Angehörige der Elite. Es wird vermutet, dass in dieser Region ein Zentrum der Sarmaten lag.
Herodot vermerkte in seinen "Historien" (4.21-117), die Sauromaten seien aus der Vermischung einer Gruppe von Skythen mit den Amazonen entstanden. Dies könnte mit einer hohen Stellung sowie kämpferischen Ausstattung von Frauen in der frühen sarmatischen Gesellschaft zusammenhängen, wie weibliche Kurgan-Gräber mit Waffenbeigaben und wertvoller Ausstattung belegen. So berichtet der makedonische Schriftsteller Polyainos um 165 n. Chr., wie die sarmatische Königin Amage im 3. Jahrhundert v. Chr. eigenhändig den Herrscher der Krim-Skythen besiegte.
Sarmatische Stämme überfielen oft das angrenzende Römische Reich, später wurden sie häufig als Auxiliariae (Hilfstruppen) angeworben und kämpften als schwere Kavallerie in verschiedenen römischen Legionen. Der römische Schriftsteller Cassius Dio (155–235) berichtet, wie der sarmatische Stamm der Jazygen 175 n. Chr. im 1. Markomannenkrieg an der nördlichen Mündung des Donau-Flusses am Schwarzen Meer eine Niederlage gegen die Römer erlitt. Im Rahmen des folgenden Waffenstillstands verlangte Kaiser Marc Aurel vom jazygischen König Zanticus 8.000 Reitertruppen als Geiseln, wovon 5.500 sofort in die römische Provinz Britannia verlegt wurden. In Bremetennacum (Ribchester, Lancashire) wurden diese Sarmaten als Hilfstruppen der römischen Legion VI Victrix zum Schutz des Hadrianswalls gegen die schottischen Pikten stationiert.
Ab dem 3. Jahrhundert wurden Sarmaten im ganzen römischen Reich angesiedelt, kämpften mit ihren schwer gepanzerten Kataphrakten in römischen Armeen und erwarben oft die römische Staatsbürgerschaft. Das römische Staatshandbuch "Notitia Dignitatum" (zw. 425 und 433 n. Chr.) nennt allein 18 Zentren sarmatischer Siedlungen in Gallien und Italien. Auch in Thüringen finden sich Ansiedlungen von Sarmaten. Sarmatische Truppen wurden auch am Niederrhein stationiert, z. B. im römischen Kastell Gelduba am Ort des heutigen Krefeld. Nahe Budapest wurde ein Zentrum später sarmatischer Keramik gefunden.
Ließ doch mal bitte diese Seite durch , sie ist sehr Interessant auch auf deine Frage im Forum
ob es Kriegerinnen gab bei Sarmaten…
http://www.csen.org/WomenWarriors/Status...n_Warriors.html
Sarmatische Frauen leben ziemlich selbstbestimmt. Sie lernen von klein auf, mit Pfeil und Bogen umzugehen, und lange Zeit war es einer jungen Frau versagt, zu heiraten, bevor sie nicht einen Feind ihres Stammes getötet hatte. Seit die Rüstungen der Krieger jedoch immer besser werden, reichen Fähigkeiten als Bogenschütze oftmals nicht aus, um einen Feind zu töten, deshalb gilt diese Regel nicht mehr. Eine sarmatische Frau entscheidet selbst, mit welchem Mann sie das Lager oder gar ihr Leben teilt. Der Ehemann einer Sarmatin hat kein Recht auf seine Frau, es ist weiterhin die Frau, die entscheidet. Wenn sie ihren Mann also verlassen oder mit einem anderen Mann das Lager teilen will, dann steht ihr das jederzeit frei.
Stolz und Ehre der Krieger lassen es allerdings nicht zu, einen Nebenbuhler zu dulden oder gar die geliebte Frau an einen anderen Mann zu verlieren, weshalb es bei solchen Dreiecksgeschichten im Allgemeinen früher oder später zu einem Duell auf Leben und Tod zwischen den beiden Männern kommt.
Traditionen, Glaube & Wahrsager
Marha ist der Kriegsgott und zugleich die oberste Gottheit der Sarmaten. Sein Element ist das reinigende Feuer, weswegen Sarmaten immer dann, wenn das gegebene Wort unter Ehrenmännern eventuell nicht mehr ausreicht, auf das Feuer schwören, wobei sie die rechte Hand über einem Feuer oder zur Not über glühenden Kohlen ausstrecken. Ein auf das Feuer geleisteter Eid wurde Marha geleistet und gilt als absolut heilig. Ihn zu brechen gilt als noch ehrloser, als ein gegebenes Wort zu brechen.
Sarmaten lügen nicht – oder bemühen sich zumindest darum. Sein Gegenüber zu belügen gilt nicht nur als ehrlos, es birgt auch die Gefahr, dem Dämon Lüge anheim zu fallen. Die Sarmaten fürchten diesen Dämon und glauben, dass er diejenigen, welche Unwahrheiten aussprechen oder ihre Freunde hintergehen, zu seinen Dienern macht und sie nach dem Tod in ewige Verdammnis führt.
Das Leben nach dem Tod. Die Sarmaten glauben daran, dass die Seele eines Menschen nach dem Tod weiterlebt, in einem Land, das der realen Welt nicht unähnlich ist. Während die Wagen der Sarmaten aus Holz sind, werden ihre Gräber aus Stein errichtet. Die Angehörigen opfern Marha Pferde, um ihn gnädig zu stimmen und dem Verstorbenen den Weg in die nächste Welt möglichst zu erleichtern. Fiel der Verstorbene im Kampf und wurde ihm der Kopf abgetrennt, um eine Trinkschale daraus zu machen, so wird der Erbe versuchen, den Schädel des Verstorbenen zurück zu erlangen (durch ein Duell oder auch durch Taten, die Ruhm bringen, und ein anschließendes Gesuch beim König) und den Schädel nachträglich dem Grab beizufügen, damit der Verstorbene Ruhe finden kann.
Doch nicht nur unehrlichen, hinterlistigen Menschen bleibt der Weg in die nächste Welt versperrt, auch die Seelen von Menschen, die durch Wasser oder durch Feuer umkamen oder deren Leichnam verbrannt wurde, sind in alle Ewigkeit verflucht.
Aus ihrer Angst vor dem Ertrinken resultiert eine Angst vor Wasser. Die Sarmaten überqueren zwar für ihre Überfälle Flüsse, aber nur recht widerwillig und weil ihnen nichts anderes übrig bleibt. Freiwillig begibt sich kein Sarmate in ein fließendes oder stehendes Gewässer, weshalb Sarmaten auch nicht schwimmen können. Vollbäder zur Reinigung des Körpers sind ihnen unbekannt. Sarmaten nehmen in extra dafür aufgebauten Zelten Dampfbäder, wobei zu besonderen, festlichen Gelegenheiten Hanfsamen auf die heißen Steine gestreut werden, so dass der Dampf einen leichten Rauschzustand auslöst. Eine andere Möglichkeit zur Reinigung des Körpers ist es, die Haut mit Öl einzureiben und dann den Schmutz zusammen mit dem Öl abzuschaben.Dieses ist auch von anderen Steppenvölkern
Bekannt.
Jede Fürstenfamilie hat einen eigenen Wahrsager, der in hohem Ansehen steht. Er liest aus Weidenruten – manche mit Kreide weiß gefärbt und manche mit Kohle geschwärzt – die Zukunft und wird zu verschiedenen Gelegenheiten befragt. Bei der Geburt eines Fürstensprosses z.B., oder vor Antritt einer längeren Reise und natürlich vor jedem größeren Kampf und jedem Duell eines Fürsten. Von dem, was der Wahrsager prophezeit, hängen oft wichtige Entscheidungen ab…
Könnte man den Wahrsager als Schamane bezeichnen??
Liebe Grüße an Dich , Gotin ….
Nachtrag von sigurd
Schönes Buch :
http://www.booklooker.de/app/detail.php?...e=0&&sortOrder=
__________________ Fürst Vladimir Monomachos (1113-25) Rat an seine Söhne:
"Vor allen Dingen vergiß nicht die Armen und unterstütze sie mit allem, was du hast. Gib den Waisen und schütze die Witwen, und erlaube keinem Mächtigen, Menschenschicksale zu zerstören."
|
|
Beitragsnr.: 7597
|
|
22.09.2009 09:16 |
|
|
sigurd
Administrator
Dabei seit: 16.08.2008
Beiträge: 1570
Level: 37 [?]
HP: 1032 / 1032
MP: 753 / 753
Exp: 88%
 |
|
Hallo Gotin - keine Angst ich helfe gerne wenn ich kann ,
da werde ich nie müde , frag also ruhig weiter.....
Zunächst zu den blonden Haaren der Sarmaten:
Die Theorie geht davon aus dass die Skythen, Sarmaten und Alanen in der Mehrzahl blonde und hellbraune Haare hatten-obwohl sie zu den Iranischen Stämmen gehörten.
unterscheiden sich dem äusserlichen Aussehen nach also deutlich von den heutigen Iranern. Die aus dem Norden in den alten Orient eindringenden Iranier vermischten sich, wie auch die Indoiraner in Indien, mit der dort vorgefundenen Urbevölkerung. Deshalb sind die heutigen Iraner in der Mehrheit dunkelhaarig und manche sogar dunkelhäutiger- wie gesagt , so die Theorie....
Unbestritten ist das die Sarmaten mit den Skythen Verwand waren , schau Dir doch bitte diese Mumie eines
skythischen Kriegers an : unzweifelhaft Blond....
http://www.welt.de/multimedia/archive/12...DW__594655g.jpg
Auch von den Alanen (übersetzt "die strahlernden") wird
Berichtet sie seien Blond und hätten blaue Augen
Von den Gen-Test a la "Sind sie ein Wikinger"halte ich nichts , sind mir zu Kommerziell - und nehmen mir
die Illusion , das zu sein was ich will, Träumen wird ja
wohl erlaubt sein.
Es gibt ja diverse Anbieter , z.B. igenea .
Ließ Dir aber bitte genau deren AGB durch - igenea ist eine Schweizer Firma und ist deshalb ausseerhalb europäischen Rechts. Außerdem kann es Teurer werden als angegeben : Viele Test sind zunächst nicht
genau um ein Volk zu bestimmen , weitere Tests werden nötig - wie beim Y-DNA37 Test und unten bei den AGBs steht.
https://www.igenea.com/index.php?c=16&lp=6
Hier eine Seite mit Erfahrungsberichten über Abläufe.
http://www.ahnenforschung-sterk.de/dna-g...ber-ablauf.html
Kannst Du mit hilfe deines Nachnamens nichts herausbringen - z.B. Region?Land etc.
Ich z.B. weiss das mein "Sippengründer" ein Landsknecht
im 30ig-jährigen Krieg war, das habe ich über alte
Bücher im Rathaus herausgefunden....
Wie gesagt dass muß jeder selber entscheiden - ich bin halt gern ein Träumerle..........
Danke für deine lieben Grüße -gaaanz liebe Grüße
gehen zurück an Dich , Gotin
P.S. - Du kannst gar nicht Nerven - also frag ruhig!
__________________ Fürst Vladimir Monomachos (1113-25) Rat an seine Söhne:
"Vor allen Dingen vergiß nicht die Armen und unterstütze sie mit allem, was du hast. Gib den Waisen und schütze die Witwen, und erlaube keinem Mächtigen, Menschenschicksale zu zerstören."
|
|
Beitragsnr.: 7605
|
|
25.09.2009 03:38 |
|
|
sigurd
Administrator
Dabei seit: 16.08.2008
Beiträge: 1570
Level: 37 [?]
HP: 1032 / 1032
MP: 753 / 753
Exp: 88%
 |
|
Wie gesagt , liebe Gotin habe ich da zu wenig Erfahrung um Dir hier adäquat weiterhelfen zu können , was Du brauchst sind Spezialisten ...
Nun aber zurück zu den Sarmaten:
Spätestens seit der Herrschaft von Zygmunt I. dem Alten erheben die polnischen Humanisten das iranische Reitervolk der Sarmaten, das die nordpontischen Steppen in den Jahrhunderten um die Zwitenwende bevölkerte, zu den unmittelbaren Vorfahren der Slaven im allgemeinen und des polnischen Adels im besonderen. An sich war das nichts Neues, denn die Begriffe Sarmatia und Sarmates/Sauromates bzw. ihre Identifizierung mit dem Gebiet zwischen Weichsel und Don gehen bereits auf die Antike zurück (Ptolemaios).
In Polen lag man damit im Trend der Zeit: Von Enea Silvio Piccolomini entlehnten auch deutsche Humanisten die Idee, mit Rückgriff auf Tacitus eine eigene geschichtliche Identität zu formulieren: so Jakob Wimpfeling mit seiner Schrift Germania von 1501. Bei den kroatischen Dalmatinern spielte der Illyrismus eine ähnliche Rolle; in England wurde unter John Dee und Philip Sidney der König-Artus-Mythos aufgegriffen. Dem erwachenden Nationalgefühl konnte auf diese Weise eine mythische historische Kontinuität, hohes Alter und urväterliche Würde zugesprochen werden. Bereits Jan DBugosz hatte in seinen Annales seu cronice inclyti regni Poloniae (1455-80) Polen und Sarmaten gleichgesetzt: Sarmatae sive Poloni, Poloniae sive Sarmatiae Europicae. Doch handelte es sich dabei noch um eine rein ethnische Benennung für die Völker der Polen und Ruthenen (... tam Rutheni, quam Poloni Sarmatae nominantur). Der Begriff Sarmatia bezog sich noch nicht auf das politische Reichswesen oder die Slaven im kulturhistorischen Sinn.
Das änderte sich im Laufe des 16. Jhs. Humanisten und Schriftsteller wie StanisBaw Sarnicki, StanisBaw Orzechowski, Jan Decjusz, PaweB von Krosno oder Jan KrasiDski, setzten das Reichsgebiet Polen-Litauens mit der Sarmatia oder auch Roxolania gleich. Die Szlachta (http://de.wikipedia.org/wiki/Szlachta) begann sich zum eigentlichen gens sarmaticae, zu Reiterkriegern und Blutsnachfahren der sarmatischen Heroen zu stilisieren. Der Sarmatismus wurde so zur integrativen Ideologie des Adels in allen Landesteilen, denn Bürger und Bauern blieben ausgeschlossen. Der ruthenische Adel wiederum konnte sich nun besser gegenüber Moskau abgrenzen, denn während der Kriege mit Moskau wurde das Territorium der Moskauer Rus' nicht zu Sarmatia gerechnet, sondern zu Scythia (von Decjusz, Jan von Wi[lica, Guagnino), worunter man das wilde Barbarenland verstand. Die Herrschaftsrechte über das alte Sarmatien hingegen gehörten allein Polen: Polonia caput ac Regina Sarmatiae.
Unter den gebildeten Szlachcicen tauchen, wie andernorts in Europa, im Verlauf des 16. Jhs. bereits erste Symptome einer "Zivilisationsmüdigkeit" auf. Die Sorge wurde geäußert, daß bei wachsender Komplexität der Gesellschaft und des Lebens auch die Gründe für gewalttätiges Verhalten und für Kriege zunehmen würden. In Polen-Litauen begann man, gleichzeitig mit der Entdeckung Amerikas, in den Bewohnern der Steppe "edle Wilde" zu entdecken, unverdorben von der Zivilisation und dem komplizierten modernen Leben, das die Sitten herabbringt. Zurück zum Urzustand, zu natürlicher Rohheit, so könnte man das Motto des sarmatischen Recken kennzeichnen. In diesem Sinn wird etwa er von dem Literaten ADAM CZAHROWSKI geschildert:
"Was kann es schöneres geben,
als einen Rittersmann,
der in den Ländern an der Grenze
als Husar in seiner mächt'gen Rüstung in der Festung wacht?
Und der, wenn dann die Gefahr naht,
machtvoll aus der Festung stürmt.
Dort führt die Jugend ihren Kampf
und schwimmt gar oft in ihrem Blut."
In Skythien hätten die Amazonen einst die Söhne von den Vätern weggelockt und sich mit ihnen auf beiden Ufern des Don angesiedelt.
"Mit den Jahren erhob sich aus diesem Nest ein kühnes Volk:
Die alten Griechen nannten es Sauromaten.
Die Sauromaten herrschten in Europa und im schönen Asien."
Dies seien die Vorväter der Slaven gewesen. Kochanowski besingt das ländliche, halb nomadische Leben als Idyll der Szlachta, die ihren Vorvätern nachtun:
"Weder Schloß man sah noch Stadt,
kein Getreide auf den Feldern noch Rinder unter dem Joch;
Aber Zelte gab es da, weithin verstreut
Und unermeßliche Herden wilder Pferde.
Frauen wie Männer gehen zur Jagd,
An ihrer Seite Bogen und Säbel."
Von diesen Sauromaten stammen ab: die Weneden, Rossanen, die mächtigen Laksen, aus denen die Lachen wurden, die Tseken, heute Tschechen genannt, die Bulgaren, die wackeren Slovaken, Serben, Anten, Bosnjaken, die tapferen Chorvaten. Schon die Römer konnten die tapferen Slaven nicht bezwingen:
"Die Caesaren schickten gegen sie Truppen
aus allen Ländern, doch immer wandten sie den Rücken zur Flucht,
Konnten dem Ansturm nicht widerstehen; und das slavische Volk
machte nicht halt, ehe es nicht am Ufer des adriatischen Meeres stand."
| Mein Interesse an den Sarmaten ist nun geweckt?????? |
|
|  | |
|
...möchtest Du denn was in Richtung von Reenactment bzw. Living-History betreiben?
Hier z.B. eine Gruppe Sarmaten:
http://92425.iboox.com/go/?u=http://www....sche-krieger.de
Links die Dich eventuell Interessieren:
http://www.marook-armouries.de/sarmaten2.htm
bis hoffentlich bald.....
__________________ Fürst Vladimir Monomachos (1113-25) Rat an seine Söhne:
"Vor allen Dingen vergiß nicht die Armen und unterstütze sie mit allem, was du hast. Gib den Waisen und schütze die Witwen, und erlaube keinem Mächtigen, Menschenschicksale zu zerstören."
Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von sigurd am 27.09.2009 22:23.
|
|
Beitragsnr.: 7616
|
|
27.09.2009 22:19 |
|
|
ähnliche Themen...
|