Zunächst:
Der Schiltron war eine mittelalterliche Gefechtsformation, bei der die Soldaten dicht an dicht gedrängt stehen und ihre Spieße so auf den Angreifer richten, dass ein vom Gegner schwer zu durchbrechender „Wall“ entsteht-sehr
effektiv gegen angreifende Reiterei.
Im Prinzip wie die Phalanxformatioen der Antike-mit dem
Unterschied , dass die Spieße nach allen Seiten ragten um
ein Einfallen (z.B. duch flankierende Kavallerie ) zu verhindern. Die gesamte Formation ähnelte einen sich verkriechenden Igel (Taktikentwurf durch Naturbeobachtung??) .
Entwickelt wurde sie -na von wem wohl? Richtig ...von den
Schotten (während des Unabhängigkeitskrieges) als Gegenstrategie für die überlegene englische Kavallerie.
Erstmals wurde sie bei der Schlacht von Stirling Bridge am 11. September 1297 angewendet, die die schottischen Truppen nicht zuletzt durch diese Aufstellung für sich entscheiden konnten.
Vorteile gegenüber losen Formationen oder Schlachtreihen war der durch die Aufstellung gegebene Lanzenwall, der ein Angreifen durch Kavallerie und Infanterie sehr erschwerte. Auch hatte es der besser ausgerüstete Gegner so mit einer geschlossen kämpfenden Einheit zu tun, die die gegnerischen Soldaten unter Zuhilfenahme ihrer langen Spieße leicht auf Abstand halten konnte, bei Bedarf jedoch gemeinsam angriff. Weiterhin wird wohl die preisgünstige Ausrüstung der Truppen, die jeweils nur ihren Spieß und keine teuren Schwerter oder Rüstungen benötigten, eine Rolle gespielt haben.
Ähnlich der Phalanx setzte auch diese Formation ein erhebliches Maß an Diziplin vorraus- was durch ständiges
Exerzieren und den Sereanten sowie der Gewißheit:
Nur gemeinsam können wir Überleben:ließen sich einzelne Männer der Formationen dazu hinreißen, diese zu verlassen, um sich dem Kampf „Mann gegen Mann“ zu stellen oder fliehende Feinde zu verfolgen, wurden sie meist schnell niedergemacht.
Diese Einheiten waren in ihrer Formation relativ gut geschützt-die Kaivallerie und Infanterie legte sich lieber mit leichteren Gegnern an:Bogenschützen und avallerie.
Dies war nur ein Nachteil dieser starren Formation.
Der größte Nachteil für eine Truppe , deren Soldaten
so dicht gedrängt standen und noch dazu ein großer Teil von ihnen dem Gegner den ungeschützten Rücken oder die Seite zuwandte war die hohe Verletzlichkeit durch
Pfeile...zusammen mit relativer Unbeweglichkeit ; einer der Gründe, warum sie sich nie in großem Maßstab auf den Schlachtfeldern des Mittelalters durchsetzen konnte.
__________________ Fürst Vladimir Monomachos (1113-25) Rat an seine Söhne:
"Vor allen Dingen vergiß nicht die Armen und unterstütze sie mit allem, was du hast. Gib den Waisen und schütze die Witwen, und erlaube keinem Mächtigen, Menschenschicksale zu zerstören."
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